Sprockhövel gibt viel weniger Geld für die Arbeit im Stadtrat aus als andere Städte. Das zeigt ein Vergleich mit ähnlich großen Städten und den Nachbarorten. Der Unterschied ist groß – Sprockhövel ist klares Schlusslicht. Während andere Städte ihre ehrenamtlichen Kommunalpolitiker fairer ausstatten, bleibt Sprockhövel seit Jahren auf einem sehr niedrigen Niveau.
Derzeit wendet Sprockhövel bei rund 24.900 Einwohnerinnen und Einwohnern lediglich 0,54 Euro pro Kopf für die Arbeit der Ratsfraktionen auf. Demgegenüber stellt Schwelm bei ca. 28.000 Einwohnerinnen und Einwohnern 2,60 Euro pro Kopf zur Verfügung und die Gemeinde Bönen bei 18.531 Einwohnerinnen und Einwohnern 3,47 Euro pro Kopf zur Verfügung. In der Kreisstadt Unna mit 58.330 Einwohnerinnen und Einwohnern beträgt der Pro-Kopf-Betrag sogar 5,39 Euro. Die SPD Sprockhövel macht deutlich: Das ist ein echtes Problem.
„Wir müssen uns klar fragen: Wie viel ist uns die Demokratie vor Ort wert? Was für eine gute Entscheidungsfindung notwendig ist, sollte auch zur Verfügung stehen“, fordert der SPD-Vorsitzende Michael Bald. „Die Kommunalpolitik in Sprockhövel ist chronisch unterfinanziert“, ergänzt die Co-Vorsitzende Marion Prinz.
Das Geld für Fraktionen ist dabei nicht für private Zwecke gedacht. Es wird gebraucht für die Organisation, die Unterstützung durch Fachleute, Recherchen, Öffentlichkeitsarbeit oder auch Fortbildungen. Die Vorbereitung von wichtigen Entscheidungen hängt daran.
Darum sagt die SPD Sprockhövel: „Mehr Geld ist kein Luxus, sondern notwendig. Es geht darum, die Realität anzuerkennen und gute Arbeit möglich zu machen.“
Die Botschaft ist klar: Demokratie gibt es nicht zum Nulltarif. Wer transparente Entscheidungen, Nähe zu den Bürgern und gut vorbereitete Ehrenamtler will, muss auch die Voraussetzungen dafür schaffen. Die SPD Sprockhövel macht sich deshalb – im engen Austausch mit anderen Fraktionen – für eine faire Ausstattung der Demokratie vor Ort stark.
Wichtig ist der SPD Sprockhövel noch ein Punkt:
Das Geld der Fraktion ist strikt getrennt von der Partei. Wahlkampf etwa wird durch die Partei finanziert – zum Beispiel durch Mitgliedsbeiträge, Spenden oder ehrenamtliche Arbeit. Das Geld der Fraktion ist nur für die Erfüllung der Aufgaben in der Kommunalpolitik gedacht. Die Verwendung wird genau geprüft und auch genau abgerechnet. Zu viel erhaltene Gelder werden wieder an die Stadt zurückgezahlt.
