EN-Frauenhilfeprojekt REGINE erhält Anneke-Preis 2026

Der diesjährige Anneke-Preis der Städte Hattingen und Sprockhövel geht an REGINE Intervention – hochverdient, wie auch wir finden! Marion Steffens, GESINE intervention, und Andrea Stolte, Leiterin der GESINE Frauenberatungsstelle, freuten sich stellvertretend für das gesamte Team über die Auszeichnung – nicht die Einzige, aber die Wichtigste, wie Steffens betonte. Im Rahmen der Preisverleihung am Sonntag, 14. Juni, gaben die beiden dem interessierten Publikum beeindruckende Einblicke des vielfältigen Leistungsangebots von GESINE, das von Gründung und Betrieb des EN-Frauenhauses über Beratung und Begleitung von Gewalt bedrohter Frauen und ihrer Kinder bis hin zu internationaler Netzwerkarbeit und Hilfe für Täter:innen reicht, damit Letztere ihr Verhalten ändern und aufhören, Gewalt auszuüben. Obwohl bereits seit Jahrzehnten aktiv, ist dieses Angebot von Frauen für Frauen bisher weniger bekannt, als es verdient hätte.

Ein Blick auf die Website informiert: GESINE Intervention ist das Zentrum für Prävention, Information, Schutz und Unterstützung bei Gewalt gegen Frauen im Geschlechterverhältnis im Ennepe-Ruhr-Kreis. Neben Schutz und Beratung für Frauen bietet GESINE auch Interventionsangebote für Männer sowie Unterstützung für all die Menschen, die in ihrem Beruf oder Privatleben mit von Gewalt betroffenen Frauen in Kontakt sind. Wichtig und essenziell für ihr Engagement, so die beiden Preisträgerinnen, ist neben Unterstützung u.a. durch Sponsor:innen auch und vor allem Hoffnung. Hoffnung, dass das eigene Handeln positive Wirkung zeigt. Ein Gedanke, den wir als Sozialdemokrat:innen unbedingt mittragen und ergänzen: Solidarität gehört auch dazu. Unsere Solidarität hat REGINE, und wir gratulieren den Preisträgerinnen sowie allen Nominierten sehr herzlich.

Der Anneke-Preis bezieht sich auf die historische Frauenrechtlerin Mathilde Anneke und wird alle zwei Jahre verliehen. Er ist mit einem Preisgeld von 1.000 Euro dotiert. In diesem Jahr lautete das Motto „Antifeminismus und Abwertung von Frauen und Minderheiten“. Weitere Infos über den Anneke-Preis erteilen gern die Gleichstellungsbeauftragten Katrin Brüninghold, Stadt Hattingen, und Kerstin Godschalk, Stadt Sprockhövel.